ETF-Sparplan-Rechner – Endkapital & Rendite
Unverbindliche Beispielrechnung mit konstanter Rendite und monatlicher Verzinsung (Sparrate am Monatsende). Die Kosten (TER) werden vereinfacht von der Rendite abgezogen. Tatsächliche Kursverläufe schwanken; Steuern (Abgeltungsteuer, Vorabpauschale) sind nicht berücksichtigt. Keine Anlageberatung.
Mit dem ETF-Sparplan-Rechner dein Vermögen planen
Ein ETF-Sparplan ist eine der beliebtesten Formen des langfristigen Vermögensaufbaus: Du investierst regelmäßig einen festen Betrag in einen börsengehandelten Indexfonds (ETF) und profitierst über die Jahre vom Zinseszins-Effekt. Der Rechner zeigt dir, wie viel aus deinen monatlichen Sparraten werden kann – aus Sparrate, optionalem Startkapital, Renditeerwartung, Laufzeit und den Kosten (TER).
Warum der Zinseszins alles entscheidet
Je länger dein Geld investiert bleibt, desto stärker wirkt der Zinseszins: Erträge werfen selbst wieder Erträge ab. Gerade bei langen Laufzeiten macht der Gewinnanteil deshalb oft einen Großteil des Endkapitals aus. Wer früh startet, hat den größten Hebel – noch vor der Höhe der Sparrate.
Rechenbeispiel: 200 Euro im Monat über 30 Jahre
Bei 200 Euro monatlicher Sparrate und einer angenommenen Rendite von 7 % pro Jahr wächst dein Depot in 30 Jahren auf rund 244.000 Euro. Eingezahlt hast du davon nur 72.000 Euro – die restlichen rund 172.000 Euro sind Gewinn aus dem Zinseszins.
Zum Vergleich: Startest du zehn Jahre später und sparst nur 20 Jahre, kommst du bei gleicher Rate auf rund 105.000 Euro. Dieselbe Sparrate, aber weniger als die Hälfte – die zehn verlorenen Jahre kann keine höhere Rate vollständig ausgleichen.
Welche Rendite ist realistisch?
Ein breit gestreuter Aktien-ETF wie auf den MSCI World hat langfristig im Schnitt etwa 6 bis 8 % pro Jahr erzielt – allerdings mit erheblichen Schwankungen und zwischenzeitlichen Verlustjahren. Rechne für die Planung eher konservativ (z. B. 5 – 6 %) und behandle das Ergebnis als Szenario, nicht als Versprechen. Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft.
Kosten nicht unterschätzen: die TER
Die Total Expense Ratio (TER) sind die laufenden Fondskosten pro Jahr. Bei breiten ETFs liegt sie meist zwischen 0,05 % und 0,5 %. Was klein klingt, summiert sich: Über 30 Jahre kann der Unterschied zwischen 0,1 % und 0,5 % TER mehrere tausend Euro Endkapital ausmachen. Achte deshalb auf einen günstigen, breit streuenden ETF.
Steuern in Deutschland – die Grundzüge
- Abgeltungsteuer: 25 % plus Solidaritätszuschlag (effektiv rund 26,4 %), ggf. zzgl. Kirchensteuer.
- Sparerpauschbetrag: 1.000 Euro Kapitalerträge pro Person und Jahr bleiben steuerfrei (2.000 Euro bei Zusammenveranlagung).
- Teilfreistellung: Bei Aktien-ETFs sind 30 % der Erträge steuerbefreit.
- Vorabpauschale: eine jährliche Mindestbesteuerung auf thesaurierende Fonds, die später mit der Verkaufssteuer verrechnet wird.
Der Rechner arbeitet aus Gründen der Vergleichbarkeit mit Brutto-Werten und rechnet keine Steuern ein – die reale Auszahlung liegt entsprechend etwas niedriger.
Häufige Fehler beim ETF-Sparen
- Auf den „richtigen Einstiegszeitpunkt“ warten, statt einfach früh und regelmäßig zu starten.
- Bei Kursrückgängen den Sparplan stoppen oder verkaufen – gerade dann kauft man günstig nach.
- Teure aktive Fonds statt günstiger ETFs wählen und die Rendite durch Kosten aufzehren.
- Zu wenig streuen, etwa nur einzelne Länder oder Branchen statt eines weltweiten Index.
Passende Rechner
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